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 Presstext


Eine Ausstellung in zwei Kapiteln in der GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst und im Kunsthaus Hamburg, begleitet von einem Veranstaltungsprogramm und einer Publikation.

In Zeiten, in denen zeitgenössische Kunst verstärkt die Bedingungen und Ästhetiken virtueller Realitäten reflektiert, posthumane Theorien virulent sind und die Digitalisierung der Welt eine Faszination an Oberflächen und gefundenen Bildern geschaffen hat, wird parallel eine Kunstproduktion offensichtlich, die bewusst haptische Materialien und (kunst-)handwerkliche Herstellungsprozesse einsetzt.










 




































Further Thoughts on Earthy Materials

GAK Bremen und Kunsthaus Hamburg (Deutschland)

11.09 - 25.11.2018  




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Chris Curreri, Untitled (Clay Portfolio), 2013. Gelatin silver print, 19,7 x 14,6 cm. From a portfolio of 21 images. Courtesy the artist.





Chris Curreri, Untitled (Clay Portfolio), 2013. Gelatin silver print, 19,7 x 14,6 cm. From a portfolio of 21 images. Courtesy the artist.

Das zweiteilige Ausstellungsprojekt Further Thoughts on Earthy Materials in GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst Bremen und Kunsthaus Hamburg untersucht, welche Fragestellungen der Hinwendung zu den Techniken und dem Material der Keramik in der künstlerischen Produktion des 21. Jahrhunderts zugrunde liegen. Further Thoughts on Earthy Materials versammelt Arbeiten einer jüngeren Künstler/innengeneration, die ungewöhnliche Wege im Umgang mit keramischem Material gehen - Arbeiten, die nicht für ein Revival von Traditionen oder eine künstlerische Rückwärtsbewegung stehen, sondern für neue Wege mit traditionellen Verfahren und Themenstellungen. Die Kapitel in Bremen und Hamburg widmen sich dabei unterschiedlich gelagerten Aspekten in zwei Gruppenausstellungen.


Das Ausstellungskapitel in der GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst Bremen nimmt eine Prämisse in den Blick, die dem erdhaften Materialien bereits inhärent ist: den Körper.
So zeigt sich die Anwesenheit des Körpers im klassischen keramischen Herstellungsverfahren, indem das Material mit den Händen geformt und aufgebaut wird, die Produzent/innen unvermeidlich Spuren hinterlassen und sich so im Objekt abbilden – was im Ergebnis den Unikatcharakter des Entstandenen wesentlich ausmacht. Aufgrund der dem keramischen Prozess innewohnenden Körperverbundenheit scheint es daher nur folgerichtig, dass der Körper in vielen künstlerischen Auseinandersetzungen mit der gebrannten Erde auch zu einer inhaltlichen Bezugsgröße wird.


In der GAK-Ausstellung äußert sich diese im befragten Material selbst angelegte Perspektive im klassischen keramischen Objekt ebenso wie in der installativen Anordnung, in Film, Fotografie, Audioeinspielung, Diaprojektion oder Performance. Ähnlich weit gefasst sind die Themenstellungen, mit denen körperliche Aspekte mithilfe von Lehm, Ton oder Erde untersucht werden. Die Arbeiten im GAK-Kapitel von
Further Thoughts On Earthy Materials verorten sich sowohl im Intuitiven als auch im Rationalen, in der Abstraktion als auch in der Gegenständlichkeit. Körperabbilder, -zustände, -verfremdungen, –grenzen oder -wahrnehmungen werden von unterschiedlichen Perspektiven eingekreist. Fragen nach Körperoptimierungen in neoliberalen Zeiten, der Grenze zwischen Außen- und Innenwahrnehmung oder Geschlechterzuschreibungen werden ebenso verhandelt wie nach dem Verhältnis von Mensch und Tier, künstlerischen Produktionsprozessen oder politischen Zuständen.

Die Ausstellungen werden von einem umfassenden Begleitprogramm ergänzt, das abwechselnd in Hamburg und Bremen stattfindet.


Artists : F. Cirillo, William Cobbing, Chris Curreri, Charlotte Dualé, Kasia Fudakowski et le Real Madrid, Asana Fujikawa, Anna Herms, Nina Hoffman et Kathrin Sonntag, Judith Hopf, Kris Lemsalu, Alex Müller, Andrej Polukord, Alberta Saukaitytė, Irene Strese, Doris Weinberger, Jesse Wine


Kuratiert von Janneke de Vries


Das zweiteilige Ausstellungsprojekt Further Thoughts on Earthy Materials im Kunsthaus Hamburg und der GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst Bremen untersucht, welche Fragestellungen der Hinwendung zu den Techniken und dem Material der Keramik in der künstlerischen Produktion des 21. Jahrhunderts zugrunde liegen. Further Thoughts on Earthy Materials versammelt Arbeiten einer jüngeren KünstlerInnengeneration, die ungewöhnliche Wege im Umgang mit keramischem Material gehen und Bezüge zur Gegenwart herstellen. Die Kapitel in Bremen und Hamburg widmen sich dabei unterschiedlich gelagerten Aspekten in zwei Gruppenausstellungen.


Das Ausstellungskapitel im Kunsthaus Hamburg folgt dem Paradox des Materials der gebrannten Erde: sowohl als eine der ältesten Kulturtechniken der seriellen (Re)Produktion (unter anderem Ziegel, Porzellan) als auch mit seinen haptischen Qualitäten, die das unmittelbare, zeitintensive und handwerkliche Gestalten unterstreichen.

Das Kunsthaus präsentiert daher künstlerischen Positionen, die Keramik als tradierte Kulturtechnik zur Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Technologien und Themen nutzen und auf ihre Aktualität hin befragen: Welche Rolle spielt in Zeiten von 3D-Scans und -Druckern das Nachbilden, Abbilden und Reproduzieren von dreidimensionalen Formen mit gebrannter Erde? Welche materiellen, kulturellen und technischen Implikationen bringt das Medium mit sich? Die ausgewählten Arbeiten knüpfen an Fragen nach der Bedeutung von Serialität und Originalität ebenso an wie an die archäologische, anarchische und dystopische Qualität des Materials.


Artists : Suse Bauer, Katinka Bock, Neil Brownsword, William Cobbing, Anna Lena Grau, Ilana Harris-Babou, Emma Hart, Judith Hopf, Emre Hüner, Lous Masduraud et Anoine Bellini, Johannes Nagel, Kate Newby, Nicolás Osorno, Pablo Schlumberger, Kerstin Stoll , Jennifer Tee, Ingo Vetter, Franziska Windolf, Vin Jesse, Xiaopeng Zhou


Kuratiert von Katja Schroeder


Im Anschluss an die Ausstellungen erscheint eine Publikation im Verlag der Buchhandlung Walther König.



















 







Further Thoughts on Earthy Materials - GAK Bremen und Kunsthaus Hamburg

© ArtCatalyse International / Marika Prévosto 2018. Alle Rechte vorbehalten

Austellung 14.September - 11.November, 2018.

GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst Bremen, Teerhof 21  - 28199 Bremen (Deutschland). Tel. +49(0)421-50 08 97.

Öffnungszeiten: Dienstag –Sonntag 11–18 Uhr. Donnerstag 11-20 Uhr

 







 







 











 





 



























 





 











Austellung 11.September - 25.November, 2018.

Kunsthaus Hamburg, Klosterwall 15 - 20095 Hamburg (Germany). Tel.: +49 40 33 58 03. Öffnungszeiten: Dienstag –Sonntag 11–18 Uhr.