ArtCatalyse International Ausstellungen

Ausstellungen ergänzt 2013

 Presstext


Mit dem 1962 in Jalapa im mexikanischen Bundesstaat Veracruz geborenen und heute in New York, Paris und Mexiko-Stadt lebenden Künstler Gabriel Orozco präsentiert das Kunsthaus Bregenz einen der bekanntesten internationalen Künstler seiner Generation.







Gabriel Orozco, Natural Motion
Kunsthaus Bregenz (Ôsterreich)
22.06 - 06.10.2013



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Ausstellung  13 Juli - 6 Oktober 2013. Kunsthaus Bregenz, Karl-Tizian-Platz - 6900 Bregenz (Österreich). T +43-5574-485 94-0. 13. Juli bis 1. September täglich 10 – 20 Uhr. September - Oktober : Dienstag – Sonntag 10 – 18 Uhr. Donnerstag 10 – 21 Uhr.




© ArtCatalyse International / Marika Prévosto 2013. Alle Rechte vorbehalten

Gabriel Orozco, Natural Motion, Kunsthaus Bregenz

Orozcos ausgeprägte Sensibilität für kulturelle und nationalstaatliche Zuschreibungen manifestiert sich in dem bewussten Aufgreifen gegensätzlicher Strategien. Einerseits wählt er zuweilen spezifisch mexikanische beziehungsweise tief in der Tradition lateinamerikanischer Kultur verwurzelte Motive, Techniken und Verweise und nutzt andererseits künstlerische Ansätze, die in der Moderne entwickelt wurden. Er insistiert also auf kulturelle Unterscheidungen und entwickelt gleichzeitig Arbeiten, die allzu strikte identitäre Festschreibungen hinterfragen. So reihen sich seine neuen Steinskulpturen souverän in die europäische Bildhauerkunst der Moderne ein, deren Linie sich von Hans Arp über Constantin Brancusi bis hin zu Barbara Hepworth zieht, und können dennoch auch als Ausdruck der Beschäftigung mit indigenen Kulturen gedeutet werden. Den Bezug zu außereuropäischen Wurzeln unterstreicht Orozco nicht zuletzt durch die Art der Präsentation seiner aktuellen Steinskulpturen, die entfernt an das atmosphärische Display eines anthropologischen Museums erinnert.


Zusätzlich zu den größtenteils neuen Arbeiten stellt die Ausstellung im Kunsthaus Bregenz auch eine der spektakulärsten Installationen des Künstlers vor. Schon bei seiner ersten Präsentation vor knapp sieben Jahren in London sorgte das fast 15 Meter lange, in Kunstharz nachgebildete Skelett eines Wals für großes Aufsehen. Der Ausgangspunkt für diese Skulptur war ein an der Südwestküste Spaniens gestrandeter Wal, dessen naturhafte kreatürliche Aura der Künstler durch ein komplexes geometrisches Graphitmuster, das die Knochen des Tieres überzieht, in einen poetischen Dialog mit Kunst überführt.


Orozcos ausgeprägte Sensibilität für kulturelle und nationalstaatliche Zuschreibungen manifestiert sich in dem bewussten Aufgreifen gegensätzlicher Strategien. Einerseits wählt er zuweilen spezifisch mexikanische beziehungsweise tief in der Tradition lateinamerikanischer Kultur verwurzelte Motive, Techniken und Verweise und nutzt andererseits künstlerische Ansätze, die in der Moderne entwickelt wurden. Er insistiert also auf kulturelle Unterscheidungen und entwickelt gleichzeitig Arbeiten, die allzu strikte identitäre Festschreibungen hinterfragen. So reihen sich seine neuen Steinskulpturen souverän in die europäische Bildhauerkunst der Moderne ein, deren Linie sich von Hans Arp über Constantin Brancusi bis hin zu Barbara Hepworth zieht, und können dennoch auch als Ausdruck der Beschäftigung mit indigenen Kulturen gedeutet werden. Den Bezug zu außereuropäischen Wurzeln unterstreicht Orozco nicht zuletzt durch die Art der Präsentation seiner aktuellen Steinskulpturen, die entfernt an das atmosphärische Display eines anthropologischen Museums erinnert.


Zusätzlich zu den größtenteils neuen Arbeiten stellt die Ausstellung im Kunsthaus Bregenz auch eine der spektakulärsten Installationen des Künstlers vor. Schon bei seiner ersten Präsentation vor knapp sieben Jahren in London sorgte das fast 15 Meter lange, in Kunstharz nachgebildete Skelett eines Wals für großes Aufsehen. Der Ausgangspunkt für diese Skulptur war ein an der Südwestküste Spaniens gestrandeter Wal, dessen naturhafte kreatürliche Aura der Künstler durch ein komplexes geometrisches Graphitmuster, das die Knochen des Tieres überzieht, in einen poetischen Dialog mit Kunst überführt.