ArtCatalyse International Ausstellungen

Ausstellungen ergänzt 2014


 Presstext


Blät­ter und ei­ne Fe­der, die im Wind tan­zen, blü­hen­de Blu­men oder ein Mäd­chen, das ei­nen Hand­stand macht. Ma­ri­jke van War­mer­dam (*1959, lebt und ar­bei­tet in Ams­ter­dam und Karls­ru­he) be­schäf­tigt sich in ih­ren Wer­ken in auf­fäl­li­ger Wei­se mit ein­fa­chen Din­gen. Sie nutzt Bild­kon­struk­tio­nen, Fo­to- und Film­tech­ni­ken, die ei­ne of­fe­ne und un­er­war­te­te Per­spek­ti­ve er­mög­li­chen, wo­durch sie die schlich­te Schön­heit von Klei­nig­kei­ten be­tont.

Die Künst­le­rin ist vor al­lem für ih­re kur­zen, als Lo­ops prä­sen­tier­ten Auf­nah­men be­kannt. In der Kunst­hal­le wer­den ih­re be­kann­ten Fil­me wie Hand­stand (1992), Sky­ty­pers (1997) und Coup­le (2010) als Pro­jek­tio­nenge­zeigt. Zu­sätz­lich zu den Vi­deo­ar­bei­ten und Fil­men wer­den Skulp­tu­ren und auf Lein­wand ge­druck­te, teil­wei­se mit Acryl­far­be be­mal­te Film­stills prä­sen­tiert.


 







Marijke van Warmerdam, Hebei in der Ferne

Kunsthalle Düsseldorf (Deutschland)

01.02 - 16.03.2014



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Ausstellung  01. Februar 2014 - 16. March 2014. Kunsthalle Düsseldorf, Grabbeplatz 4 - 40213 Düsseldorf (Deutschland). Tel.:  +49 (0)211 89 96 243.


© ArtCatalyse International / Marika Prévosto 2014. Alle Rechte vorbehalten

Propaganda für die Wirklichkeit, Museum Morsbroich, Leverkusen

Ma­ri­jke van War­mer­dam er­zählt in ih­rem Werk kei­ne Ge­schich­ten, son­dern ver­lässt sich auf die vi­su­el­le Kraft ih­rer Mo­ti­ve: ein fal­len­der Trop­fen Milch, der sich lang­sam in ei­nem Glas Was­ser auf­löst in Dream ma­chi­ne (2006), oder die Herbst­blät­ter, wel­che in Wind (2010) von leich­ten Bö­en durch ei­ne ver­las­se­ne In­dus­trie­land­schaft ge­tra­gen wer­den.

Neu ist das Hin­zu­fü­gen von Sound zu ei­ner au­to­no­men Skulp­tur. Bis jetzt war es meis­tens die Sym­bio­se von Klang und Ti­tel, die ein star­kes Bild er­zeug­te. Aber auch die Ar­chi­tek­tur der Räu­me, in de­nen Van War­mer­dam ih­re Ar­bei­ten plat­ziert, sind ei­ne In­spi­ra­ti­ons­quel­le. Eben­so bei der für die­se Aus­stel­lung ent­stan­de­ne Ar­beit „New balls, plea­se!“, die mit ih­rer Zick-Zack-Front und den vi­brie­ren­den Fens­tern auf die ex­trem lan­ge Fens­ter­flä­che im Sei­ten­licht­saal der Kunst­hal­le re­agiert.

Ma­ri­jke van War­mer­dam löst ba­na­le Ge­gen­stän­de aus ih­rem all­täg­li­chen Kon­text und er­öff­net da­durch un­ge­wöhn­li­che Ar­ten des Se­hens und Er­fah­rens. Die end­lo­sen Wie­der­ho­lun­gen in den Film­lo­ops ha­ben ei­nen auf die ex­trem lan­ge Fens­ter­flä­che im Sei­ten­licht­saal der Kunst­hal­le re­agiert.

Ma­ri­jke van War­mer­dam löst ba­na­le Ge­gen­stän­de aus ih­rem all­täg­li­chen Kon­text und er­öff­net da­durch un­ge­wöhn­li­che Ar­ten des Se­hens und Er­fah­rens. Die end­lo­sen Wie­der­ho­lun­gen in den Film­lo­ops ha­ben ei­nen hyp­no­ti­schen Ef­fekt. Es sind un­ter­schied­li­che Rea­li­täts­ebe­nen, die durch Van War­mer­dams Ar­bei­ten evo­ziert wer­den. Der Be­trach­ter wird an die Schwel­le zwi­schen Traum und Rea­li­tät ge­führt. Mit vor­der­grün­di­ger Leich­tig­keit regt die Künst­le­rin durch sub­ti­le In­ter­ven­tio­nen wie Nei­gen, Dre­hen, Ro­tie­ren oder Spie­geln zu neu­en Mo­di des Se­hens an. Die­se – oft mi­ni­ma­len – Ver­än­de­run­gen füh­ren letzt­lich da­zu, dass wir uns auch ein klein we­nig auf­merk­sa­mer und mit of­fe­ne­ren Au­gen durch die Welt be­we­gen.

Aus­stel­lung und Ka­ta­log sind ent­stan­den in Ko­ope­ra­ti­on mit dem Mu­se­um Boi­j­mans Van Beu­n­in­gen, Rot­ter­dam.




 


Marijke van Warmerdam, Rrrolle-red, 2011. 35mm film loop (digital version), colour, 32 seconds. Photo: Museum Boijmans Van Beuningen, Rotterdam.


Marijke van Warmerdam, Rrrolle-red, 2011. 35mm film loop (digital version), colour, 32 seconds. Photo: Museum Boijmans Van Beuningen, Rotterdam.